Werke von Arno Babadschanjan und Dmitri Schostakowitsch
Das Konzert eröffnet die 1959 entstandene Violinsonate von Arno Babadschanjan (1921-1983). Das seinem Mentor Dmitri Schostakowitsch gewidmete Werk gilt als eines der bedeutendsten Stücke des hierzulande weitgehend unbekannten armenischen Komponisten und Pianisten. Stilistisch markiert es einen Übergang: Geprägt von der Beschäftigung mit armenischer Volksmusik, weist es bereits auf die nächste Schaffensphase des Komponisten hin, die eher atonale Einflüsse aufweist.
Im Anschluss folgt die Violasonate op. 147, das letzte Werk Dmitri Schostakowitschs, das er 1975 nur einen Monat vor seinem Tod vollendete. Die Sonate wirkt wie eine autobiografische Zusammenfassung seines Lebens und arbeitet mit verschiedenen Selbst- und Fremdzitaten. Besonders hervorzuheben ist der Bezug zu Ludwig van Beethovens „Mondscheinsonate“ im 3. Satz. Der Widmungsträger Fjodor Druschinin, Bratscher des Beethoven-Streichquartetts, erhielt die Partitur erst drei Tage vor Schostakowitschs Tod. Er beschrieb das Werk später als „Musik aus dem Jenseits“.
Ein Kammerkonzert im Rahmen des Saisonschwerpunkts „Planet Schostakowitsch“, das eine Begegnung von existenzieller Tiefe verspricht. /CS/JN
Programm
Arno Babadschanjan:
Violinsonate
Dmitri Schostakowitsch:
Violasonate op. 147
Mitwirkende
Cornelius Spaeth, Violine
Karina Suslov-Götz, Viola
Igor Gryshyn, Klavier