Jüdische Lebenswirklichkeiten und Antisemitismus im Fußball heute
Monty Ott und Ruben Gerczikow lesen zentrale Passagen und bieten anschließend Raum für Diskussion und Austausch. Eine Veranstaltung zwischen Buch und Fußball, Erinnerung und Gegenwart.
Der Politik- und Religionswissenschaftler Monty Ott gilt als intervenierender Denker. In seinen Arbeiten setzt er sich mit Antisemitismus, Erinnerungskultur, Intersektionalität und Queerness auseinander und bringt neue Perspektiven in gesellschaftliche Debatten ein. Mit seinem viel beachteten Essay „Inzwischen ist es kalt geworden“, veröffentlicht in DIE ZEIT Anfang 2023, lieferte er eine prägnante Analyse des Antisemitismus in linken Bewegungen – und nahm damit Entwicklungen vorweg, die nach dem 7. Oktober 2023 verstärkt in den Fokus rückten. Seit über einem Jahrzehnt engagiert er sich aktiv in der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit. Derzeit arbeitet er an seiner Dissertation zur „Queeren jüdischen Theologie“.
Ruben Gerczikow ist Autor und Publizist. Er recherchiert zu antisemitischen Strukturen im analogen und digitalen Raum. In der Vergangenheit hat er bereits für zahlreiche Print- und Onlinemedien in Deutschland geschrieben. Seine Veröffentlichungen behandeln die Themenfelder Antisemitismus, Rechtsextremismus, Islamismus, jüdische Gegenwart und Fankultur. Das Medium Magazin wählte ihn 2025 zu den „Top 30 bis 30″ Nachwuchstalenten des Landes.
Anfang 2023 veröffentlichten beide den Reportageband „Wir lassen uns nicht unterkriegen“ – Junge jüdische Politik in Deutschland (Hentrich & Hentrich). Im September 2025 erschien ihr zweites gemeinsames Werk, der Sammelband „Juden auf den Plätzen, Juden auf den Rängen“ im Verlag Die Werkstatt.