In 33 Tagen

Begegnungen mit deutschen Schriftsteller:innen

Auf einen Blick

Günter de Bruyn, der Mann, der Preußens Geschichte mit Humor und scharfem Blick neu erzählte.

Günter de Bruyn (1926–2020) zählt zu den bedeutenden deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts und wurde besonders als genauer Beobachter preußischer Geschichte und Kultur bekannt. In seinen Romanen, Essays und biografischen Arbeiten verband er historische Stoffe mit literarischer Eleganz, Ironie und kritischer Distanz.

Als Erzähler verstand er es, vergangene Zeiten lebendig werden zu lassen, ohne sie zu verklären. Gleichzeitig trat er als Parodist hervor, der literarische Traditionen spielerisch hinterfragte. Seine besondere Stärke lag darin, die preußische Vergangenheit – oft als streng und nüchtern wahrgenommen – mit Menschlichkeit, Witz und Tiefgang zu beleuchten.

De Bruyn lebte lange in der DDR, blieb jedoch ein unabhängiger Geist und verweigerte sich staatlicher Vereinnahmung, etwa durch die Ablehnung des Nationalpreises der DDR. Nach der Wiedervereinigung wurde er auch im gesamtdeutschen Literaturbetrieb breit gewürdigt.

Sein Werk steht für eine ruhige, reflektierte Form des Erzählens, die Geschichte nicht nur beschreibt, sondern verständlich und erfahrbar macht – weshalb er bis heute als einer der wichtigsten literarischen „Preußen-Deuter“ gilt. 

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Veranstalter

Volkshochschule Jena
Grietgasse 17a
07743 Jena

Tel.: +49 (0) 3641 49 8200
E-Mail:
Webseite: www.vhs-jena.de

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