Verwaltung. Ebenso willkommen sind Studierende, auch anderer Hochschulen, sowie eine interessierte Öffentlichkeit.
Geräusche, Schwingungen und Lärm spielen in sehr unterschiedlichen Bereichen eine große Rolle, so auch in der Bauphysik. An der Bauhaus-Universität Weimar gibt es dazu einen eigenen Lehrstuhl mit einer extra Arbeitsgruppe Akustik. Dr. Albert Vogel wird einen Überblick über die akustischen Forschungsschwerpunkte und die spezialisierte Ausstattung an Messtechnik geben.
Ebenfalls von allgemeinem Interesse sind akustische Begleiterscheinungen bei Windkraftanlagen. Auch wenn inzwischen bekannt ist, dass Infraschall teilweise überbewertet wurde, ergeben sich durch immer größere und vor allem höhere Anlagen neue Fragen. Dazu wird Moritz Krauß von der GICON-Großmann Ingenieur Consult GmbH vortragen. Die Firma GICON ist an Planung und Realisierung von Anlagen mit Nabenhöhen bis 300 m beteiligt.
Ein wesentlicher Aspekt bei Schallereignissen ist natürlich die Wahrnehmung bzw. ihre Wirkung. In einer Diplomarbeit an der Westsächsischen Hochschule Zwickau wurde die Frage gestellt: Kann man den Crash hören? Dazu wurden durch Marie-Luise Holz Betriebs- u. Kollisionsgeräusche bei Fahrzeugen gehörgerecht analysiert.
Elementarer und physiologischer wird es im Beitrag von Dr. Tobias Oberhoffner von der MED-EL GmbH, der sich schon lange mit dem Hören und der Schnittstelle zum Gehirn beschäftigt. Für individuelle Implantate ist eine „Vermessung“ der Cochlea des Patienten notwendig.
Um Optimierung anderer Art geht es bei Marco Fritzsche von der Polytec GmbH. Mit vielen Varianten von Laser-Doppler-Vibrometern sind erstaunliche akustische Untersuchungen auch aus der Ferne möglich. So können Geräuschdesign und Lärmemission in konkreten Situationen verbessert werden.
An der Ernst-Abbe-Hochschule Jena konnte im Herbst ein Prüfstand für Axialventilatoren in Betrieb genommen werden. Durch den Aufbau der Prüfkammer im schallarmen Halbraum ergibt sich der Vorteil, strömungsmechanische Kenngrößen und das akustische Verhalten der Ventilatoren gleichzeitig untersuchen zu können. Von den ersten Erfahrungen mit den neuen Möglichkeiten werden Nils Leimbach und Sebastian Paul aus dem Fachbereich Maschinenbau berichten.
Wie gewohnt werden auch Anbieter akustischer Messtechnik in der Aula vertreten sein. Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit zu Laborführungen. Schallarmer Halbraum und Hallraum sind zu erleben. Im Bereich Medizintechnik sind Versuche und Tests rund um das Ohr zu sehen.
Am 29. April 2026, ab 13 Uhr wird diese Tagung zum 21. Mal stattfinden. Ort ist wieder die Aula der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Die Veranstaltung wird vom Fachbereich Maschinenbau organisiert. Bei der Vorbereitung sind u.a. Vertreter des Universitätsklinikums der Friedrich-Schiller[1]Universität Jena beteiligt.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Weitere Informationen zum Ablauf finden Sie auf unserer Webseite!