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In 25 Tagen

Natascha Wodin: „Nastjas Tränen“

Auf einen Blick

Die Autorin von „Sie kam aus Mariupol“ liest aus ihrem neuen Buch Moderation: Dr. Gisela Horn

Als Natascha Wodin 1992 nach Berlin kommt, sucht sie jemanden, der ihr beim Putzen hilft. Sie gibt eine Annonce auf, und am Ende fällt die Wahl auf eine Frau aus der Ukraine, dem Herkunftsland ihrer Mutter, die im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiterin nach Deutschland verschleppt wurde. Nastja, eine Tiefbauingenieurin, konnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im wirtschaftlichen Chaos ihrer Heimat nicht mehr überleben − ihr letztes Gehalt bekam sie in Form eines Säckchens Reis ausgezahlt. Da sie ihren kleinen Enkelsohn und sich selbst nicht länger ernähren kann, steigt sie, auf etwas Einkommen hoffend, in einen Zug von Kiew nach Berlin. Dort gelingt es ihr, mehrere Putzjobs zu finden, nach getaner Arbeit schläft sie auf dem Sofa ihrer Schwester. Zu spät bemerkt sie, dass ihr Touristenvisum abgelaufen ist. Unversehens schlittert sie in das Leben einer Illegalen, wird Teil der riesigen Dunkelziffer an Untergetauchten im Dickicht der neuen, noch wildwüchsigen deutschen Hauptstadt.

Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DPLagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Auf ihr Romandebüt „Die gläserne Stadt“, das 1983 erschien, folgten etliche Veröffentlichungen, darunter die Romane „Nachtgeschwister“ und „Irgendwo in diesem Dunkel“. Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Brüder-Grimm- Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet, für „Sie kam aus Mariupol“ bekam sie den Alfred-Döblin- Preis, den Preis der Leipziger Buchmesse und den Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil 2019 verliehen.

Am 16.06. liest sie in Jena im KuBuS. Moderiert wird die Veranstaltung von Frau Dr. Gisela Horn.

„Große, bemerkenswerte Literatur von einer beeindruckenden sprachlichen Kraft.“ Bayerischer Rundfunk

Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Lesezirkels im DRK Lobeda-Ost, der Begegnungsgruppe Judentum im jüdischen Gemeindezentrum Jena und des KuBuS. Gefördert vom Aktionsfond Lobeda und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

Aktuelle Regelungen: www.kubusjena.de/corona

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KuBuS – Zentrum für Kultur, Begegnung und Sport
Theobald-Renner-Straße 1A
07747 Jena
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Tel.: +49 (0) 3641 531655
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Webseite: kubusjena.de/veranstaltungen

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