In 13 Tagen

Lesung und Gespräch mit Boris Celeste Hoge-Benteler (Weimar)

Auf einen Blick

Die Gunst des Augenblicks - Prosa der Gegenwart

Lesung und Gespräch mit dem Schriftsteller Boris Celeste Hoge-Benteler (Weimar) in Schillers Gartenhaus am Dienstag, dem 27. Januar 2027, um 19.30 Uhr (Moderation: Jennifer Günther und Helmut Hühn)
»Über die Fenster des Werkraums, in dem es nach Klebstoff riecht, nach Knete und nach Wachsmalstiften, besteigen wir in Mänteln und Wolldecken das Dach. Vom Kirchturm her schrillt ein einziger Glockenschlag. Als hätten wir uns nie verabredet, weit über der Wiese, weit unter dem Himmel: fünf wunde Punkte unter den Sternen.« 
Ein strukturierter Tagesablauf, die Besinnung auf das Nächstliegende: Von der Arbeit im Gästehaus einer Abtei verspricht sich das junge erzählende Ich einen Neuanfang. Hier trifft es auf Bruder Paul, den Leiter, auf Tom, Liv, Chris und Ka, die es begleiten und ihm helfen sollen, Teil der engen, ja intimen Gemeinschaft zu werden.
Nicht lange jedoch und die neugewonnene Ordnung zeigt Risse: Bildfetzen von Erlebtem steigen auf, Spuren von Gewalt und Versehrung. Was aber geschah im ›HAUS‹ der Kindheit, in welches das Ich – tatsächlich rückwärts erzählend – traumatisch immer wiederkehrt? Ein Gespräch mit Bruder Paul soll Klarheit schaffen.
Die Außenwelt mit ihren Bindungen ist allerdings, so wird bald deutlich, unaufhaltsam im Schwinden begriffen: Nicht nur der Mönch bleibt fort, die gesamte Szenerie leert sich zusehends, während Vergängnis und Dunkelheit auf dem herbstlich-verödeten Klostergelände immer mehr an Raum gewinnen.

›Klosterberg‹ ist ein Roman über Geborgenheit und Vereinzelung, über innere Fluchträume und Entgrenzung. Rauschhaft und poetisch lotet er die Möglichkeiten von Wahrnehmung und Sprache neu aus und lässt uns teilhaben an einer Kopfwelt, die zugleich verstörend und mitreißend, klaustrophobisch und befreiend ist.

Boris Celeste Hoge-Benteler, geboren 1979 in Marburg, aufgewachsen in Büren (Westf.), studierte Neuere deutsche Literatur, Italienisch, Geschichte sowie Bibliotheks- und Informationswissenschaften in Berlin und Wien. Seit der Promotion in Münster lebt und schreibt er, sich jenseits klassischer binärer Kategorien bewegend, zwischen Weimar und Berlin.

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Schillers Gartenhaus
Schillergäßchen 2
07745 Jena
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Tel.: +49 (0) 3641 9401070
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Webseite: gartenhaus.uni-jena.de

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