Monika Lembke stellte in Jena 1982 zusammen mit ihrem Mann, Dr. Dietrich Lembke, einen Antrag auf ständige Ausreise aus der DDR. In dessen Folge waren sie und ihre Familie Schikanen und Zersetzungsmaßnahmen durch das Ministerium für Staatssicherheit ausgesetzt.
Im Sommer 1983 rief das Ehepaar Lembke zusammen mit anderen Ausreisewilligen den „Weißen Kreis“ ins Leben. Jeden Samstag protestierte die Gruppe schweigend auf dem Platz der Kosmonauten (heute Eichplatz) für die Genehmigung ihrer Ausreise. Der Protest wurde über Berichte in westlichen Medien auch in anderen Bezirken der DDR bekannt. Immer mehr Menschen schlossen sich an.
Während einigen Protestierenden die Ausreise genehmigt wurde – so auch dem Ehepaar Lembke - , wurden andere Teilnehmer:innen des Weißen Kreises inhaftiert und teils erst nach über einem Jahr Haft von der Bundesrepublik freigekauft.
Monika Lembke verarbeitet das Schicksal ihrer Familie in dem Buch „Wir dulden noch viel zu viel. Der Weiße Kreis – ein stiller Protest, der in die Freiheit führte“.
Der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ und laden herzlich zur Lesung und Diskussion ein!
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.