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In 17 Tagen

It's Skatime: Jaya The Cat

Auf einen Blick

It's Skatime:Jaya The CatSpecial Guest: Main Line 10

Roots-Reggae, Ska, Punkrock: Die drei Hauptzutaten des Cocktails, den Jaya The Cat auch auf ihrem am 2018 erschienenden Album „A Good Day ForThe Damned“ zusammenmischen, rufen normalerweise eher Bilder von sonnigen Stränden, der coolen Lockerheit Kaliforniens oder zumindest dem schwülen Dunst Floridas vor das geistige Auge. Umso erstaunlicher, dass die Band um Mastermind und Frontmann Geoff Lagadec und Schlagzeuger David Germain ihren Ursprung im klimatisch eher milden Boston hat. Dass Jaya The Cat sich hingegen 2003 die europäische Metropole Amsterdam als neues Hauptquartier aussuchen und ihrecremige Sound-Mische von dort aus auf bislang vier Alben an das Partyvolk bringen,passt so gut zusammen wie Piña Coladaund karibische Sonne.

Dabei sollte man allerdings nicht meinen, dass sich die Band allzu stark von demzurückgelehnten Flair der holländischen Hauptstadt hat inspirieren lassen. Denn wereine vergleichbar explosive, wandlungsfähige und dynamische Live-Band aus dem Skapunk-Sektor sucht, sollte eine Lupe im Gepäck haben–hunderte von Shows zwischen ausverkauften Headliner-Touren, Support-Slots für Bands wie die Beatsteaks, Less Than Jake oder Sublime und prestigeträchtigen Festivalauftritten auf dem Ruhrpott Rodeo, dem Pukkelpop und dem Lowlands sind Beweis genug fürdie musikalische Feuerkraft des Quartetts.

Auf dem Nachfolger zum 2012 erschienenen, programmatisch betitelten „The NewInternational Sound Of Hedonism“ zeigen sich Jaya The Cat nicht nur sommerlich smooth, sondern auch mit klarer Kante und politisch motiviert. Die wechselnden Anteile aus krachigem Punkrock, rootsigen Classic-Reggae-Licks und energetischem Ska auf dem innerhalb nur eines Monats in Berlin aufgenommenen Album ergänzen Lagadec und seine Partygemeinde um Versatzstücke aus Blues, Soul, Dub,Dancehall und HipHop. Hauptsache das Ergebnis ist laut, hat Drive und macht aufjeder Party eine gut groovende Figur. Mit ihrer stilistischen Vielgliedrigkeit schaffenes die Wahl-Holländer letztlich auch, ewige Nörgler und Genre-Puristen mindestens zum Mitwippen zu bewegen–wenn nicht sogar zum ausgelassenen Skanking oder Runden drehen im Pit. Herzschmerz, Liebe, Politik, Irrsinn, Optimismus: „A GoodDay For The Damned“ hat alles, was man sich von einer treibenden, bewegenden Skapunk-Platte wünschen könnte.

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