© Lukas Gräfe

In 3 Tagen

Das 7. Leben der Muschi - Sie is' ne Katze

Auf einen Blick

(K)Ein Musical: Queer. Trash. Dramedy.

(K)Ein Musical von Jena - für Jena!
Queer. Trash. Dramedy.

Die Inszenierung beginnt – wie jedes gute Drama – mit einer Katze aus dem Tierheim.
Und zwar nicht irgendeiner: Diese Katze hat schon alles gesehen. Sahne-Exzesse, tödliche Kindergartenhände, spanische Stierkämpfe, einen sehr ungünstig geparkten 17-Jährigen und angeblich auch die Französische Revolution.
Kurz: Sie ist eigentlich durch mit dem Leben.
Trotzdem landet sie wieder im Heim und stolpert von dort in ihr siebtes Leben: eine Altbauwohnung mit Daniel, überarbeitetem Scheidungsanwalt und Vollzeit-Retter, Jan, seinem Tavor-affinen Verlobten mit Talent fürs „Alles ist okay“-Lächeln, einer Hausverwaltung aus der Hölle und einem Nachtclub namens „Rougette“, der mehr über Sehnsucht, Scham und Abstürze weiß als jede Warteliste.
Und wenn Jan zu tief in den Tavor-Vorrat greift, erscheint ihm die Katze – logisch – als Dragqueen. Aus der Hauskatze wird eine Glitzer-Nachtgestalt auf High Heels, die mit scharfem Lidstrich und noch schärferen Kommentaren genau dahin leuchtet, wo’s weh tut.

„Das 7. Leben der Muschi“ ist queeres Beziehungskammerspiel, Dragshow, Musical-Parodie und Kabarett in einem: Zwischen Beipackzettel und „Cell Block Tango“, zwischen FSK-Rad und Rougette-Glitzer wird gnadenlos (und doch ziemlich liebevoll) gefragt:
• Wie liebt man jemanden mit Angst – ohne sich selbst zu verlieren?
• Ab wann ist „nur zur Beruhigung“ eigentlich eine Sucht?
• Und wer rettet hier eigentlich wen?

Ein Abend über psychische Erkrankungen, Abhängigkeit und Liebe im Spätkapitalismus – laut, klug, herzlich, mit viel Humor, ein bisschen Schmerz und einer Katze, die lieber spektakulär stirbt, als sich an gelbstichiges Deckenlicht und „Alles gut bei dir?“ zu gewöhnen.

Wer eine harmlose Katzenkomödie sucht, ist hier falsch.
Wer Möpse sehen will auch.
Empfohlen ab 14 Jahren.

Contentnote:
Dieses Stück enthält potenziell belastende Inhalte, u. a.: Darstellung und Thematisierung von psychischer Erkrankung (Angststörung, Panikattacken, Halluzinationen) sowie Sucht/Medikamentenmissbrauch (u. a. Benzodiazepine/Tavor) und Drogenkonsum (Alkohol, Kokain/Speed/Crystal) inkl. Entzugssymptomen. Zudem kommen explizite Sprache, sexualisierte Anspielungen, Konflikte/Übergriffe sowie (teils drastische) Schilderungen von Verletzung und Tod vor, insbesondere im Kontext von Tierleid/Tierquälerei und Gewaltbildern (u. a. Erbrechen, Feuer-/Verbrennungsbilder).

Außerdem: laute Musik/Geräusche, Nebel, Showlicht/Blitzeffekte und Knalleffekte (insbesondere im 2. Teil) sind Teil der Inszenierung.
Wenn du dich durch eines dieser Themen unwohl fühlst: Du kannst den Saal jederzeit verlassen. Unser Awarenessteam hilft dir gern beim (Wieder-)Einlass oder bei einer kurzen Pause.

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